Schloss Kasteln, Mittelalterliche Burg in Oberflachs, Schweiz
Schloss Kasteln ist der einzige einheitlich barocke Schlossbau des Aargaus: um einen viergeschossigen mittelalterlichen Kern wurden 1642 bis 1650 je ein zweigeschossiger Flügel im Westen und Osten angebaut. Es liegt auf einem Felsvorsprung westlich von Oberflachs über Weinbergen und Wäldern. Die Mauern bestehen im Wesentlichen aus Mägenwiler Muschelkalk, teilweise wiederverwendet von der abgebrochenen Burg Ruchenstein.
Die Burg entstand um 1200 im Schenkenberger Tal und wurde erstmals 1238 als Besitz der Kyburg-Vasallen schriftlich erwähnt. Die barocke Umgestaltung mit ihren zusätzlichen Flügeln folgte später im 17. Jahrhundert als Zeichen von Macht und Wohlstand.
Das Schloss zeigt eine einheitliche Barockarchitektur, die zwischen 1642 und 1650 mit vierstöckigen Gebäudeteilen und zweigeschossigen Flügeln entstanden ist. Diese Umgestaltung prägte das Aussehen des Ortes und machte es zu einem besonderen Beispiel seiner Zeit in der Region.
Das Gelande ist westlich des Dorfes auf erhöhtem, felsigem Terrain gelegen und kann von mehreren Wegen aus erreicht werden, die durch die umliegende Landschaft führen. Der Ort funktioniert heute als Schule mit speziellen Einrichtungen, daher sollten Besucher im Voraus klären, ob eine Besichtigung moglich ist.
Die Flügel von 1642–50 entstanden teilweise aus dem Stein der Burg Ruchenstein, die 1643 auf dem Felsvorsprung direkt hinter Kasteln abgetragen wurde. Im Übrigen besteht das Schloss vor allem aus Mägenwiler Muschelkalk. Die ungewöhnlich reiche Innenausstattung ging 1907 beim Brand durch einen Zögling verloren.
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