Museum Sursilvan Cuort Ligia Grischa, Heimatmuseum in Trun, Schweiz.
Das Cuort Ligia Grischa ist ein Heimatmuseum in Trun, das Objekte, Kunstwerke und Ausstellungen zur Geschichte der Surselva-Region zeigt. Die Sammlung umfasst mehrere Räume, einschließlich einer Wappenstube mit historischen Wappen und eines Bereichs mit feiner Holzeinlegearbeit aus lokalen Hölzern.
Der Kern des heutigen Baus entstand von 1674 bis 1679 unter Fürstabt Adalbert II. de Medell nach Plänen des Baumeisters Pedrut de Rungs aus dem Val Lumnezia, über mindestens zwei Vorgängerbauten. Abt Peter von Pontaningen hatte den Hof 1424 dem Grauen Bund als Tagungs- und Gerichtsort zur Verfügung gestellt. 1859 verkaufte der Abt den Hof an Gion Giachen Cavegn; drei Familien bewohnten ihn, bis er 1934 zurückgekauft wurde.
Der Name Cuort Ligia Grischa bedeutet im sursilvanischen Rätoromanisch «Hof des Grauen Bundes»; deutsch heisst das Haus Disentiser Hof. Jeweils am Jörgentag, dem 23. April, versammelten sich die Delegierten des Grauen Bundes im Landrichtersaal unter dem Vorsitz des Landrichters, um Wahlen abzuhalten und Recht zu sprechen. Das Deckengemälde zeigt die Gründung des Bundes unter dem Ahorn von Trun samt den Wappen der drei Bünde und der beteiligten Ortschaften.
Das Museum liegt in den Obergeschossen des barocken Klosterhofs, die über eine Treppe erreicht werden; der Landrichtersaal und die Abtsräume befinden sich im zweiten Stock, die Stube von Pater Placidus a Spescha im ersten. Das Gebäude steht am westlichen Dorfrand von Trun, wenige Gehminuten vom Dorfzentrum entfernt.
Das Deckengemälde des Landrichtersaals zeigt die Gründung des Grauen Bundes unter dem Ahorn von Trun sowie die Wappen der drei Bünde und der Äbte Adalbert II. und Adalbert III. Auf den Fahnen der Putten stehen Wappen und Namen der beteiligten Ortschaften; die Wappenschilde an den Wänden nennen 72 Landrichter, in der Frühzeit jedoch nicht vollständig.
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