St. Martin parish church, Religiöses Bauwerk in Olten, Schweiz.
St. Martin ist eine Pfarrkirche in Olten mit drei Schiffen in einer Säulenbasilika-Form und Architektur im Stil der Romanik-Neubelebung. Das Bauwerk verzichtet auf ein Querhaus und besticht durch seine schlichte, geometrische Struktur.
Die heutige St.-Martins-Kirche wurde von 1908 bis 1910 vom St. Galler Architekten August Hardegger im neuromanischen Stil neben der Notkirche erbaut, die die verbliebene römisch-katholische Gemeinde 1876 nach der Gründung der Christkatholischen Kirche 1875 in der Stadtkirche von 1813 errichtet hatte. Die neue Pfarrkirche übernahm das Martinspatrozinium und besitzt mehr Sitzplätze als die St. Ursenkathedrale in Solothurn. Die ehemalige Notkirche von Wilhelm Keller wurde zu Pfarreiräumen und zum Josefsaal umgebaut.
Die Kirche ist dem heiligen Martin von Tours geweiht, einem Bischof des 4. Jahrhunderts, und ihr Name verweist auf dieses Patrozinium. Seit 1875 gehört die Stadtkirche von 1813 der Christkatholischen Kirche der Schweiz, deren konstituierende Nationalsynode am 14. Juni 1875 dort tagte. Die römisch-katholische Gemeinde errichtete diese Kirche 1908–1910 und gab ihr dasselbe Patrozinium.
Die Kirche steht westlich vor dem mittelalterlichen Stadtwall Oltens, an der Stelle der Heilig-Kreuz-Kapelle von 1603, wenige Schritte von der Altstadt und dem Stadtturm entfernt. Die Hauptorgel hat drei Manuale und Pedal; vorne im linken Seitenschiff steht eine kleine Chororgel mit 881 Pfeifen.
Die Kirche hat mehr Sitzplätze als die St. Ursenkathedrale in Solothurn. Ihre sechs Glocken, 1909 von Rüetschi & Co. in Aarau gegossen, wiegen insgesamt 10'759 kg und sind im erweiterten Westminstermotiv gestimmt; die vier grössten haben die gleichen Tonabstände wie Big Ben. Die grösste, die 5'127 kg schwere Dreifaltigkeitsglocke, hängt separat im rechten Turm.
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