Exklave Bürgenstock, Bergseitiger Exklave am Vierwaldstättersee, Schweiz
Die Exklave Bürgenstock ist ein Landstreifen, der sich entlang des südlichen Ufers des Vierwaldstättersees erstreckt und hauptsächlich aus Wald und Felsen besteht. Das Gelände fällt steil zum See ab und bietet von oben Ausblicke auf das Wasser und die umliegenden Berge.
Dieses Gebiet gehört seit 1378 zur Stadt Luzern und entstand als isolierte Enklave, umgeben von Nidwaldner Territorium. Die untypische Grenzziehung stammt aus mittelalterlichen Herrschaftsverhältnissen und bleibt bis heute bestehen.
Die Region stellt eine geografische Grenze zwischen den Gerichtsbarkeiten von Luzern und Nidwalden dar und spiegelt die territoriale Komplexität der Schweiz wider.
Das Gelände ist nur mit dem Boot oder zu Fuß über montane Pfade erreichbar. Beim Besuch sollte man auf robustes Schuhwerk vorbereitet sein und das Wetter im Blick behalten, da die steilen Hänge bei Nässe rutschig werden können.
In diesem abgelegenen Gebiet stehen noch Reste einer Seilbahnstation aus den 1930er Jahren, die Wanderer und Material über die steilen Hänge transportierte. Die verfallende Struktur erinnert an eine Zeit, als diese schwer zugängliche Enklave intensiver genutzt wurde.
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