Benediktinerinnenkloster St. Agnes, Schaffhausen, Schweiz, Benediktinerkloster in Schaffhausen, Schweiz
Das Kloster Sankt Agnesen ist eine ehemalige Benediktinerinnenanlage in Schaffhausen, die nach zwei Bränden im 14. Jahrhundert im gotischen Stil neu erbaut wurde. Die Gebäude grenzten an die östliche Stadtmauer an der heutigen Bachstrasse; die Ochsenscheune, ein ehemaliger Klosterhof westlich der Pfrundhausgasse, dient heute als Kirchgemeindezentrum der evangelisch-reformierten Kirche. Die stark veränderte Klosterkirche bildet heute das Hauptgebäude eines Altersheims.
Burkhard von Nellenburg stiftete das Kloster 1080 für seine Mutter Gräfin Ita; es war nach Allerheiligen (1049) das zweite Kloster Schaffhausens. 1092 wurde es dem Abt von Allerheiligen unterstellt. Zwei Brände im 14. Jahrhundert zerstörten die ursprünglichen Bauten; bis Ende des Jahrhunderts entstand am selben Ort eine gotische Anlage. Die Reformation führte zur Aufhebung, ab 1542 dienten die Gebäude als städtisches Spital.
Das Kloster war über Jahrhunderte ein Ort für Benediktinerinnen, die hier beteten und das religiöse Leben gestalteten. Heute erinnern die Gebäude an diese Tradition, auch wenn sie andere Aufgaben erfüllen.
Das Gelände besteht teilweise aus einem Altenheim und einem Pfarrgebäude, weshalb die öffentliche Zugänglichkeit begrenzt sein kann. Es ist empfehlenswert, sich vorab zu informieren, ob Besichtigungen möglich sind oder welche Bereiche frei zugänglich sind.
Im 14. Jahrhundert war die Nachfrage so groß, dass das Kloster die Anzahl seiner Schwestern auf 60 Personen begrenzte. Diese Begrenzung zeigt, wie beliebt und angesehen die religiöse Gemeinschaft damals in der Region war.
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