Gimmelwald, Ort in Lauterbrunnen im Kanton Bern, Schweiz
Gimmelwald ist ein autofreies Dorf hoch in den Berner Alpen auf etwa 1367 Metern Höhe, das nur per Seilbahn oder zu Fuß erreichbar ist. Die Häuser sind traditionelle Holzchalelets mit Schieferdächern und bunten Blumenkästen, die sich in die steile Berglandschaft einfügen.
Das Dorf wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert besiedelt und war lange Zeit von Bergbau geprägt, bevor die Landwirtschaft vom 17. Jahrhundert an zur Haupttätigkeit wurde. Die Ankunft der Eisenbahn und der Eröffnung der Seilbahn zum Schilthorn 1965 brachten Tourismus in die abgelegene Gemeinde.
Der Ort ist von Almwirtschaft geprägt, die das Dorfleben bis heute bestimmt. Besucher sehen Bauernfamilien, die auf den steilen Hängen Heu ernten, Kühe mit Glocken grasen lassen und Milch sowie Gemüse direkt verkaufen.
Das Dorf ist nur per Seilbahn von Stechelberg oder Mürren oder zu Fuß über Wanderwege erreichbar, was die Ankunft zu einer besonderen Erfahrung macht. Die besten Wanderungen verlaufen über offene Wiesen und vorbei an Wasserfällen, und der Ort eignet sich ideal für erlebnisreiche Tagesausflüge oder mehrtägige Aufenthalte.
Das Dorf betreibt ein Vertrauensgeschäft, in dem Besucher Waren nehmen und das Geld selbstständig bezahlen können, ohne dass Angestellte vor Ort sind. Diese Tradition zeigt ein hohes Maß an Ehrlichkeit und Vertrauen zwischen der Gemeinde und ihren Besuchern.
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