Burg Bischofstein, Burgruine und archäologische Stätte in Sissach, Schweiz.
Die Burg Bischofstein ist eine Ruine einer Kammburg auf dem Chienberg auf 698 m ü. M. an der Gemeindegrenze zwischen Sissach und Böckten. Ihr unregelmäßiger Bering folgt dem Felskopf und ist über dem Graben über 1,5 m dick, während der runde Bergfried 2,3 m starke Mauern und einen lichten Innenraum von nur rund 3 m Weite hat. Südwestlich des Bergfrieds lag ein zweiräumiger Palas, und die ursprüngliche nordöstliche Torrampe ist an der Innenseite der Ringmauer noch zu erkennen.
Die Burg entstand um 1250 durch die Herren von Eptingen, nachdem sie Land von der Familie Itkon erworben hatten. Das Erdbeben von 1356 verursachte schwere Schäden an der Anlage.
Der Name der Burg wurde bewusst gewählt: Die Herren von Eptingen übergaben die Anlage dem Bischof von Basel als Landesherrn und erhielten sie als Lehen zurück, erstmals 1311 mit Ulrich von Bischofstein belegt. Die Grabungen förderten glasierte Ofenkacheln, bleigefasste Fensterscheiben, eine fast komplette Messingpfanne und ein bronzenes Malschloss zutage.
Die Ruinen sind über markierte Wander- und Fusswege von Sissach oder von der Sissacherfluh her gut erreichbar. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Anstieg zum Chienberg steil und uneben sein kann.
Die Burg wurde teilweise aus Stein der schon um 1250 zerfallenden Nachbarruine Itkon errichtet. Die Herren von Eptingen übergaben Bischofstein zudem dem Bischof von Basel und erhielten es als Lehen zurück, daher der Name der Festung.
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