Jolimont, Archäologische Stätte und Berggebiet in Bern, Schweiz.
Jolimont ist ein Berg- und Archäologiegebiet bei Bern, das sich über mehrere Kilometer zwischen zwei Seen erstreckt. Das Gelände steigt auf über 600 Meter an und wird von einem Wanderweg durchquert, der verschiedene Punkte auf der Höhe miteinander verbindet.
Auf dem Hügel wurden 1847 und 1848 vier Grabhügel ausgegraben. Einer barg das Skelett einer Frau mit gravierter Flachkopf-Gewandnadel, ein anderer zwei Dolche, eine Axt und Bronzenadeln der mittleren Bronzezeit, ein vierter einen Mann mit Bronzespeer. Im Ersten Weltkrieg entstanden hier die Anlagen der Fortifikation Murten, die teilweise besichtigt werden können.
Der Hügel trägt einen französischen Namen, obwohl er im deutschen Sprachgebiet liegt und keinen deutschen Namen hat. An den sonnigen Südhängen wachsen Chasselas, Perdrix blanche und Chardonnay. Das Jolimontgut, ein ehemaliger Klosterhof mit spätgotischem Herrenhaus und Rundturm, dient heute musikalischen Anlässen.
Der Hügel ist bewaldet, mit steilen Hängen und einer flachen Kuppe; Wege führen von Gampelen, Gals, Tschugg und Erlach hinauf. Die Bunker- und Befestigungsanlagen der Fortifikation Murten aus dem Ersten Weltkrieg auf dem Jolimont sind teilweise besichtigbar. Der Sandstein des oberen Bereichs enthält versteinerte Muscheln und Haizähne.
Die drei Findlinge auf dem Plateau, Tüfelsburdi (Teufelsbürde) oder Druidensteine genannt, wurden vom Rhonegletscher aus dem Val de Bagnes hierher gebracht und stehen seit 1872 unter Schutz. Die Gruppe umfasst rund 400 m³. In der Nähe liegen Schalensteine und vier Grabhügel, von denen drei 1847 und der vierte 1848 ausgegraben wurden.
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