Neues Schloss Bümpliz, Herrenhaus im Dorf Bümpliz, Schweiz
Das Neuschloss Bümpliz ist ein Herrenhaus mit symmetrischer Fassade und großen Fenstern, das sich in einem gepflegten Garten im Westen von Bern befindet. Der Gebäudekomplex zeigt klassische architektonische Merkmale des 18. Jahrhunderts und prägt das Landschaftsbild des Viertels.
Daniel Tschiffely beauftragte 1742 den Architekten Albrecht Stürler mit dem Bau dieses Herrenhauses, das ein älteres, nicht mehr zeitgemäßes Gebäude ersetzte. Das neue Schloss entstand in einer Zeit, als solche Residenzen die soziale Stellung ihrer Besitzer widerspiegelten.
Der Dorfspitzname Löffuschlyffi («Löffelschleiferei») stammt von der Knabenerziehungsanstalt, die der Pestalozzi-Schüler Jakob Allemann ab 1848 mit seinem Bruder Benedikt hier führte, bis 1882. Ab 2005 war das Schloss Sitz des Standesamts des Amtsbezirks Bern; seit 2010 dient es als besonderes externes Zeremonielokal für Trauungen.
Das Gelände befindet sich an der Bümplizstrasse 97 und wird heute für Zeremonien und Hochzeiten genutzt, sodass Besucher je nach Veranstaltungszeitplan beschränkten Zugang haben können. Es wird empfohlen, vorher zu prüfen, ob private Veranstaltungen stattfinden, um Störungen zu vermeiden.
Im Untergeschoss entstand später das Chemische Laboratorium von Wilhelm Albert Benteli und Walter Merz, in dem radiumhaltige Leuchtfarbe hergestellt wurde. Bei der Sanierung der 1980er-Jahre wurden im Keller noch Radiumspuren gefunden; 450 Kubikmeter Erde und Bauschutt wurden damals in der Deponie Teuftal entsorgt.
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