Wildenmannlisloch, Paläolithische Höhle in Wildhaus-Alt St. Johann, Schweiz.
Die Wildenmannlisloch ist eine Kalksteinhöhle im Norden der Churfirsten Bergkette auf etwa 1640 Meter Höhe. Sie erstreckt sich ungefähr 142 Meter tief ins Gestein und besitzt Kammern, die groß genug waren, um Menschen Platz zum Leben zu bieten.
Die Grotte war während der Steinzeit ein Unterschlupf für Jäger und wurde dann später von Archäologen untersucht. Grabungen in den 1920er Jahren förderten Knochen von Höhlenbären und Werkzeuge zutage, die etwa 40000 Jahre alt sind und zeigen, wie Menschen damals lebten.
Der Name verweist auf die lange menschliche Nutzung dieses Ortes während der Steinzeit, wo Jäger hier Schutz suchten. Heute können Besucher in diesem unterirdischen Raum nachvollziehen, wie Menschen vor Zehntausenden Jahren lebten und überlebten.
Die Höhle ist über markierte Wanderwege von der Selamattstrasse erreichbar, nördlich des Gipfels Selun gelegen. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen und sich auf den meist steilen und manchmal feuchten Untergrund vorbereiten.
Im hinteren Bereich der Höhle gibt es eine große Kammer, die einst so geräumig war, dass früher sogar Pferde und Wagen hineinfahren konnten. Dieses Detail zeigt, wie Menschen damals die natürlichen Räume nutzten und welche Ausmaße einige Höhlenkammern hatten.
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