Museum für Musikautomaten, Musikinstrumentenmuseum in Seewen, Schweiz.
Das Museum für Musikautomaten in Seewen zeigt Schweizer Musikdosen und Plattenspieldosen, mechanische Musikautomaten, Phonographen, Grammophone und Uhren mit Musikwerk. Die Sammlung umfasst Instrumente aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, darunter auch Schmuck mit eingebautem Spielwerk. Ein Erweiterungsbau von 2000 verdoppelte die Ausstellungsfläche und enthält ein Restaurant mit Aussichtsterrasse.
Heinrich Weiss-Stauffacher begann um 1950, Musikdosen und Automaten zu sammeln; sein Privatmuseum wurde 1979 in Seewen eröffnet. 1990 schenkte er die Sammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter der Bedingung, dass sie in Seewen bleibt. Ein 2000 fertiggestellter Erweiterungsbau verdoppelte die Ausstellungsfläche; Christoph E. Hänggi leitet die Institution.
Der Name 'Switzerland - a Country of Sound Pioneers' spiegelt wider, wie Schweizer Handwerker Mechanismen schufen, die Musik speichern und abspielen konnten. Besucher sehen historische Instrumente an ihren Originalständen und erleben, wie die Mechanik funktioniert.
Das Museum empfängt Besucher von Dienstag bis Sonntag zwischen 11:00 und 18:00 Uhr, wobei geführte Touren im Eintritt enthalten sind. Es ist hilfreich, sich Zeit für die Demonstrationen zu nehmen, die zeigen, wie die Instrumente tatsächlich funktionieren.
Die Welte-Philharmonie-Orgel des Museums wurde um 1913 für die Britannic, ein Schwesterschiff der Titanic, gebaut und vermutlich 1914 eingebaut, bevor sie wieder ausgebaut wurde, als das Schiff für den Ersten Weltkrieg eingezogen wurde. Bei der Restaurierung 2007 entdeckte man an neun Stellen Inschriften wie „BRITANIK REGISTER“. Die rund 1500 originalen Klavierrollen wurden 2012 mit der Berner Fachhochschule digitalisiert, sodass die Orgel heute per Computer gesteuert werden kann.
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