Ruine Tegerfelden, Burgruine in Tegerfelden im Kanton Aargau, Schweiz
Die Ruine Tegerfelden ist eine Burganlage aus dem späten 11. Jahrhundert, die auf einem felsigen Punkt über dem Fluss Surb in der Aargauer Gemeinde Tegerfelden liegt. Von der einstigen Burg stehen heute noch Mauerfundamente, Teile einer Steinmauer und ein Turm, die durch Ausgrabungen und Restaurierungen zwischen 1948 und 2008 konserviert wurden.
Die Burg wurde im späten 11. Jahrhundert von der Familie der Freiherren von Tegerfelden gegründet, die mehrere Generationen lang als regionale Adelsfamilie Einfluss ausübte. Nach einem Großbrand um 1250 wurde die Burg nicht wieder aufgebaut und geriet in Vergessenheit, bevor sie 1269 erstmals in Dokumenten als Ruine erwähnt wurde.
Der Name Tegerfelden stammt von der Familie der Freiherren von Tegerfelden, die hier ihre Burg errichteten und das Tal prägten. Heute erinnern die Steinmauern an die mittelalterliche Macht dieser Adelsfamilie, deren Mitglieder später als Bischöfe und Äbte einflussreich wurden.
Die Ruinenstätte ist frei zugänglich und gut zu Fuß erreichbar, mit Wegen, die um die Mauerreste führen und einen Überblick über die Struktur ermöglichen. Wer den Ort besucht, sollte stabiles Schuhwerk tragen und Vorsicht an den ungesicherten Steinen und Abhängen walten lassen.
Ein Mitglied dieser Familie, Konrad von Tegerfeld, war Verschwörer in der Ermordung von König Albrecht I., einem bedeutenden historischen Ereignis, das die mittelalterliche Geschichte prägte. Dieser lokale Adelige spielte eine überraschend wichtige Rolle in einer der dramatischsten Begebenheiten des Reiches.
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