Schweizersbild, Felsenunterstand und archäologische Stätte im Bezirk Herblingen, Schaffhausen, Schweiz.
Schweizersbild ist ein Abri, gebildet durch eine 16 Meter hohe Felswand am Fuss zweier markanter Felsköpfe nahe einer Quelle. Das vorkragende Felsdach überdeckt heute noch 60 Quadratmeter. Die Fundstelle liegt am Rand einer Gewerbezone bei der Ausfahrt Schweizersbild der Nationalstrasse A4 im Quartier Herblingen der Stadt Schaffhausen.
Jakob Nüesch entdeckte die Fundstelle 1891 und grub zwischen 1891 und 1893 dort, wobei er Siedlungsspuren von Rentierjägern des Magdalénien aus der Zeit um 12'000 v. Chr. freilegte. 1895 veröffentlichte August Hedinger die Ergebnisse geologischer Untersuchungen der prähistorischen Artefakte als Denkschrift der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft.
Der Name geht auf den Schaffhauser Bürger Schwytzer zurück, der im Mittelalter ein Häuschen um ein Heiligenbild errichten liess; der Name ging später auf die Felsen über, das Häuschen wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen. Zu den Funden gehört eine kleine Frauenstatuette aus Gagat, einer Form versteinerter Kohle, die per Zufall im Aushub der Grabungen entdeckt wurde. Einige Fundstücke sind im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen ausgestellt.
Der Ort ist für Besucher zugänglich, die archäologische Überreste erkunden können, während Kletterer die steilen Kalksteinrouten in der Umgebung nutzen. Geeignete Schuhe sind empfehlenswert wegen des unebenen Geländes und der felsigen Pfade.
Zu den Funden zählen ein Kindergrab, eine Feuerstelle und ein Feuersteinschlagplatz sowie ein Rippenfragment eines Wollnashorns; ein Nashorn-Unterkiefer kam unweit in den Kalktuffbrüchen bei Flurlingen zum Vorschein. Eine kleine Frauenstatuette aus Gagat wurde per Zufall im Aushub der Grabungen entdeckt.
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