Museum für Militärluftfahrt Payerne, Militärluftfahrtmuseum in Payerne, Schweiz
Das Musée de l'aviation militaire de Payerne, «Clin d'Ailes» genannt, besteht aus zwei Ausstellungshallen neben dem Militärflugplatz Payerne auf dem Gemeindegebiet von Morens. Gezeigt werden zehn Flugzeuge und zwei Helikopter der Schweizer Luftwaffe aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vom Vampire und Venom bis zum Hunter und Mirage III, dazu Simulatoren, Triebwerke, Waffen und Schleudersitze.
Am 19. November 1994 gründeten Milizpiloten den Verein La Cinquième Escadrille, um nach der Ausserdienststellung der Hunter durch Armee 95 und der Auflösung der Fliegerstaffel 5 einen Hawker Hunter vor der Verschrottung zu retten. Der Hunter J-4078 wurde 1995 übergeben und sieben Jahre in einer ehemaligen Schreinerei in Arnex-sur-Orbe gelagert. Am 10. März 1999 schuf der Verein die Fondation du musée de l'aviation militaire de Payerne unter dem Präsidium von Claude Nicollier; das Museum wurde am 25. April 2003 eröffnet, eine zweite Halle am 1. Mai 2015.
Der Name «Clin d'Ailes», ein Wortspiel, das etwa «Flügelzwinkern» bedeutet, ging 2002 aus einem Jugendwettbewerb hervor; der damals 12-jährige Bastien Bornand aus Arnex-sur-Orbe hatte ihn vorgeschlagen, der Grafiker Robert Rausis entwarf das Logo. Die Sammlung reicht vom Vampire bis zur Mirage III und zeichnet die Schweizer Militärluftfahrt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Der Vampire Trainer U-1211, von 1958 bis 1990 im Dienst, war mit Kameras ausgerüstet und wirkte in zahlreichen Filmen mit.
Das Museum liegt neben dem Militärflugplatz Payerne auf dem Gemeindegebiet von Morens und umfasst zwei Ausstellungshallen. Die Mirage III DS flog bis 2023 zwei- bis dreimal jährlich in einwöchigen Perioden, der Mirage-Simulator SIMIR wird seit 2004 vorgeführt. Öffnungszeiten vor der Anreise prüfen, der Zugang richtet sich nach dem Flugplatzgelände.
Der zweisitzige Hunter Trainer J-4203 flog ab dem 18. Mai 2004 als Zivilflugzeug unter dem Kennzeichen HB-RVW. Von 2004 bis 2014 führte er mit den Piloten Claude Nicollier und Raymond Clerc rund 500 Passagierflüge durch. Einer der Passagiere war Charles Duke, der zehnte Mensch auf dem Mond, der seine Unterschrift auf dem Flugzeug hinterlassen durfte.
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