Katholische Pfarrkirche St. Martin, Katholische Kirche in Altdorf, Schweiz.
Die Pfarrkirche St. Martin ist eine römisch-katholische Pfarrkirche, die 1602 bis 1606 nach Plänen von Rocco Ruggia entstand und als erster frühbarocker Kirchenbau der deutschsprachigen Schweiz gilt. Sie liegt leicht erhöht über Altdorf auf einem Ausläufer der Eggberge, ist exakt West-Ost ausgerichtet und wendet dem Dorf ihre 56 Meter lange Südfassade zu. Der Baukörper ist dreifach gestaffelt: mit dem Portikus vor dem Eingangsportal, der Auskragung der Seitenkapelle und der Sakristei, getrennt durch Sandstein-Lisenen und eine Mezzaninpartie mit kleinen Okuli.
Der Bau entstand zwischen 1602 und 1606 nach Plänen des Architekten Rocco Ruggia und war die erste frühe Barockkirche im deutschsprachigen Raum. Die Architektur prägte damit die Kirchenbauweise dieser Region nachhaltig.
Das Patrozinium des heiligen Martin ist seit 1260 durch ein Pfarrherrensiegel und seit 1359 urkundlich belegt. Zum Kirchenbezirk gehören ausserdem die südlich gelegene Beinhauskapelle St. Anna, die nördlich gelegene Ölbergkapelle und der Friedhof. Die Kirchgemeinde in ihrer heutigen Form besteht seit 1846.
Die Kirche steht leicht erhöht über dem Ortskern auf einem Ausläufer der steil abfallenden Eggberge, exakt in West-Ost-Richtung angeordnet, mit ihrer 56 Meter langen Südfassade dem Dorf zugewandt. Der Haupteingang liegt links des vorkragenden Kapellentrakts unter einem gewölbten Vorzeichen; ein zweites Portal mit Vorzeichen befindet sich an der Westseite. Die nördliche Längsseite hat keinen Eingang.
Während Renovierungsarbeiten von 1965 bis 1971 entdeckten Archäologen vier vorherige Kirchenbauten an dieser Stelle. Der älteste von ihnen stammte aus dem dritten Viertel des 7. Jahrhunderts.
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