Burgruine Arconciel, Burgruine in Bois-d'Amont, Kanton Freiburg, Schweiz
Das Château d'Arconciel ist eine Burgruine auf einem schmalen Felsrücken am rechten Ufer der Saane, im Gemeindegebiet von Bois-d'Amont im Kanton Freiburg. Noch erkennbar sind ein großer viereckiger Turm, Mauerreste sowie ein Graben, der einst den Zugang zur Anlage sicherte.
Die Herrschaft Arconciel wurde erstmals im Jahr 1082 urkundlich erwähnt, als Kaiser Heinrich IV. das Gebiet an einen Mann namens Conon übertrug. Im Laufe des Mittelalters wechselte die Anlage mehrmals den Besitzer und verfiel nach dem 15. Jahrhundert, wobei ihre Steine für den Bau anderer Gebäude in der Umgebung genutzt wurden.
Die Burgruine trägt den Namen ihres ehemaligen Herrschaftsgebiets, der Seigneurie d'Arconciel, die seit dem 11. Jahrhundert bezeugt ist. Wer den Ort besucht, sieht noch heute die Überreste des Grabens, der einst die Anlage schützte, sowie die Konturen des Plateaus, auf dem das Alltagsleben einer kleinen mittelalterlichen Gemeinschaft stattfand.
Der Zugang zur Ruine erfolgt am besten von Nordosten, über den Hof Gotalla, auf einem erkennbaren Pfad, der an einem alten Wall entlangführt. Das Gelände ist steil und uneben, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Archäologen haben auf dem Gelände Objekte gefunden, die bis zu 7.000 Jahre alt sind, darunter Feuersteinpfeilspitzen und Töpfereibruchstücke, was zeigt, dass der Ort lange vor dem Mittelalter genutzt wurde. Im Inneren der Umfriedung deuten flache, viereckige Vertiefungen im Boden darauf hin, wo einst Holzgebäude standen, die als Wohnquartiere dienten.
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