Sperrstelle Russein, Museum, ehemalige Verteidigungsstellung der Schweizer Armee im Vorderrheintal
Die Sperrstelle Russein ist eine Militärfortifikation in der Region Disentis im Schweizer Kanton Graubünden, die zwischen 1939 und 1945 erbaut wurde. Die Anlage besteht aus mehreren Bunkern, darunter das Infanteriefort Stalusa, Geschützstellungen an den Flusskanten und ein Geländepanzerhindernis etwa 1,2 km entfernt mit sechs kleineren Bunkern.
Das Fort entstand 1939-1945 als Reaktion auf die sicherheitspolitische Lage in Europa und sollte die Bergpässe Oberalp und Lukmanier blockieren. Das Fort Stalusa wurde später um 1967 hinzugefügt, um die Hauptanlage zu verstärken und die Abwehrfähigkeit während des Kalten Krieges zu erhöhen.
Der Name Sperrstelle bezieht sich auf die Sperrfunktion, die das Fort ausüben sollte, um Bergpässe zu blockieren. Besucher können heute sehen, wie die Anlage in die Landschaft des Vorderrheintals eingebettet ist und welche Rolle sie in der regionalen Verteidigungsgeschichte spielte.
Das Gelände ist zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar, wobei Parkplätze in der Nähe vorhanden sind. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Wege uneben sind und die Besichtigung das Gehen durch Tunnel und alte Strukturen umfasst.
Die Stalusa wurde später als Verstärkung hinzugefügt und enthält Geschütze und umfangreiche Tunnelsysteme, die während des Kalten Krieges geplant wurden. Heute bietet eine lokale Gruppe regelmäßige Führungen an, bei denen Besucher in die unterirdischen Räume eindringen und die Geschützpositionen erkunden können.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.