Schloss, Kulturdenkmal Klasse B Schloss in Bad Zurzach, Schweiz.
Das Schloss Zurzach, früher Villa Himmelrych oder Villa Zuberbühler, ist eine Fabrikantenvilla, die Ende des 19. Jahrhunderts für Jakob Zuberbühler nach Plänen des Architekten Hans Baumann aus Villigen erbaut wurde. Sie liegt unmittelbar über dem Rheinabhang inmitten eines Parks. Der Bau ist im Stil des Historismus (Neorenaissance) mit Jugendstilelementen errichtet, vor allem an den Fenstern. Der Bauplan erinnert an ein französisches Schloss mit gekapptem Steildach und zwei asymmetrischen Ecktürmen.
Die Villa wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den Schuhfabrikanten Jakob Zuberbühler nach Plänen des Architekten Hans Baumann aus Villigen erbaut. Nach Zuberbühlers Tod gehörte sie seiner Schuhfabrik Odermatt & Co. 1978 erwarb Hugo Ammann die Villa für die Antonie-Deusser-Stiftung, liess sie renovieren und richtete sie als Museum für die Werke des Malers August Deusser unter dem Namen Schloss Zurzach ein. 1986 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt; nach juristischen Auseinandersetzungen stand sie ab 2009 leer, 2019 kaufte die Park Himmelrych AG das Anwesen.
Das Gebäude trägt einen Namen, der auf die Familie Zuberbühler verweist, die es einst bewohnte und prägte. Diese Verbindung zur lokalen Geschichte ist noch heute in den Details des Hauses zu erkennen.
Der Schlosspark steht während des ganzen Jahres täglich von 10 Uhr bis zur Dämmerung kostenlos für die Öffentlichkeit offen. Die Villa selbst ist nicht zugänglich, Besucher können also nur den Park betreten. Das Anwesen liegt in Bad Zurzach unmittelbar über dem Rheinabhang.
Im Park der Villa lag in römischer Zeit das Militärlager Zurzach an der Strasse von Vindonissa nach Arae Flaviae. Die Westfassade der Villa hat ein über drei Stockwerke bis in den Dachraum reichendes Jugendstilfenster mit bemalten Landschafts- und Tierszenen; die Kantonale Denkmalpflege zählt diese Verglasung zu den schönsten Jugendstil-Ensembles im Kanton Aargau.
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