Ortsmuseum, Ortsmuseum in Wolfhalden, Schweiz.
Das Museum in Wolfhalden befindet sich in einem Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert und zeigt Gegenstände zur Regionalgeschichte und Alltagskultur. Die Sammlung umfasst Möbel, Werkzeuge, Kleidung und Archivdokumente, die das Leben in dieser Gegend über mehrere Generationen widerspiegeln.
Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert, einer Zeit, als die Region von Seidenweberei und Landwirtschaft geprägt war. Die Archivdokumente im Museum dokumentieren diese wirtschaftlichen Aktivitäten und zeigen, wie sich das Leben in Wolfhalden über die Jahrhunderte entwickelt hat.
Die Kronenstube war einst die Ratsstube, woran noch das Gemälde des Gemeinderats und Landeshauptmanns Wälti Bänziger von 1638 erinnert. Porträts von Persönlichkeiten wie Pfarrer Leonhard Hohl oder Komponist Johann Heinrich Tobler, die Gemeindefahne von 1771 und Wappenscheiben dokumentieren die Ortsgeschichte. Ein Hochzeitsschrank des Bauernmalers Bartholomäus Lämmler steht neben Bauernmöbeln, im Kontrast zu den biedermeierlichen Interieurs der Textilfabrikanten.
Das Museum ist von Mai bis Oktober sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet, wobei Führungen nach vorheriger Anmeldung möglich sind. Es empfiehlt sich, vorher Kontakt aufzunehmen, um Zugang zu arrangieren und mehr über die Sammlungen zu erfahren.
Die Mostpresse im Erdgeschoss ist der Torkel aus der Hub mit zwei grossen Holzspindeln. Um 1750 sind für Wolfhalden 49 Torggelmeister verzeichnet; sie pressten sowohl Trauben als auch Äpfel und Birnen vom Kurzenberg. Daneben stehen ein Obsthobel, Fässer, geeichte Masse und ein grosser hölzerner Bottich.
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