Gestelnburg, Burgruine in Niedergesteln im Kanton Wallis, Schweiz
Gestelnburg ist eine mittelalterliche Burgruine, die hoch oben auf einem felsigen Grat über dem Dorf Niedergesteln thront. Die Anlage besteht aus dicken Steinmauern, einem zerstörten Rundturm an der höchsten Stelle und Resten von Wohngebäuden, die in drei Ebenen angeordnet waren und von einem tiefen Graben umgeben waren.
Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von der Familie de la Tour erbaut, die seit dem 12. Jahrhundert die Region kontrollierte und ihre Macht durch Heiraten und bischöfliche Rechte festigte. Nach Konflikten mit lokalen Bischöfen und Nachbarfamilien wurde die Burg 1384 während kriegerischer Auseinandersetzungen zerstört und blieb danach verlassen.
Der Burgplatz war einst Sitz einer mächtigen Familie, die das Tal kontrollierte und ihre Macht durch Architektur zur Schau stellte. Die Umgebung erzählt von mittelalterlichen Machtverhältnissen und davon, wie Herrschende und Gemeinschaften in dieser Region zusammenlebten.
Die Burg ist zu Fuß vom Dorf Niedergesteln aus über einen markierten Weg erreichbar, der Parkplätze im Dorf bereitstellt und einen kurzen, aber steilen Anstieg erfordert. Es gibt keine Eintrittsgebühr, keine Cafes vor Ort und keinen Zugang für Rollstühle, daher sollten Besucher festes Schuhwerk tragen und ihre eigenen Verpflegungen mitbringen.
Hinter der Burg verbirgt sich die Feschtiloch, eine Eishöhle aus der letzten Eiszeit, in der bereits vorgeschichtliche Menschen Zuflucht suchten und die der Anlage eine zusätzliche Schicht prähistorischer Geschichte hinzufügt. Lokale Legenden berichten von drei verborgenen Kesseln voll Geld in geheimen Korridoren, bewacht von fabelhaften Bestien.
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