Kapelle St. Karl Borromäus mit St. Karlshof und Herrenhaus, Architekturensemble im Quartier St. Karl in Zug, Schweiz.
Das Salesianum ist ein Architekturensemble in der Nähe von Zug, das aus einer Barockkapelle, einem Herrenhaus und einem verbindenden Mittelbau besteht. Die drei Strukturen bilden eine zusammenhängende Anlage, die verschiedene Bauphasen vom 17. bis zum 18. Jahrhundert widerspiegelt.
1744 ging der St. Karlshof an Ratsherr Johann Kaspar Lutiger über; um 1750 liess er das barocke Herrenhaus als Ergänzung zur Kapelle errichten, und zwischen 1750 und 1769 wurde der Mittelbau als Verbindung der beiden Bauten hinzugefügt. 1840 kaufte Peter Zwyssig das Anwesen, und sein aus dem Kloster Wettingen geflohener Bruder Alberich schrieb in der St.-Karl-Kapelle den Schweizerpsalm. 1898 erwarben die Menzinger Schwestern den Hof und benannten ihn nach Mutter Salesia Strickler in Salesianum um.
Der Name Salesianum ehrt Mutter Salesia Strickler, deren Institut Menzingen das Gut 1898 kaufte. Der Ortsteil St. Karl und seine Kapelle sind nach dem heiligen Karl Borromäus benannt, der der Sage nach 1570 vom Dorf Buonas aus den Zugersee überquerte und hier erstmals Zug betrat.
Die Anlage liegt in der Nähe von Zug und ist von außen erkennbar, wobei die Kapelle und das Herrenhaus deutlich sichtbar sind. Besucher sollten beachten, dass dies eine geschützte Anlage ist und private Bereiche respektiert werden müssen.
Ein Komponist schrieb an diesem Ort eine bedeutende Schweizer Melodie, nachdem er von seinem ursprünglichen Kloster weggegangen war. Dies geschah in der Mitte des 19. Jahrhunderts und verbindet den Ort mit der nationalen Musikgeschichte des Landes.
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