Burgruine Bottenstein, Burgruine in Wikon, Zofingen, Schweiz
Die Burgruine Bottenstein ist die Ruine einer Spornburg auf einem bewaldeten Molassefelsen am östlichen Rand von Zofingen, an der Grenze zum Kanton Luzern. Ihr quadratischer Wehrturm maß 12,5 Meter Seitenlänge, an der Westseite schloss sich ein Wohnbau von 8,5 × 12,5 Metern an; dessen Mauern sind noch knapp einen Meter hoch erhalten. Im freien Innenraum steht eine einzelne gerundete Steinsäule, die Mauern bestehen aus gestapelten, flachen grauen und bräunlichen Steinen.
Die Burg wurde vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts von einem lokalen Ministerialengeschlecht gegründet, das seinen Sitz von Bottenwil hierher verlegte; Ritter Ulrich von Bottenstein ist erstmals am 28. Juni 1255 urkundlich erwähnt. Nach dem Aussterben der Familie kam die Burg als Lehen an die Aarburger, dann an die Rüssegg. Wahrscheinlich kurz nach 1400 aufgegeben, war sie um 1460 bereits Ruine. Zofingen erwarb sie 1483, in den 1830er Jahren wurden die Reste abgetragen, 1949/1950 legte Reinhold Bosch die Fundamente frei.
Der Name Bottenstein geht auf Bottenwil zurück, das Dorf, das die Gründerfamilie für diesen Hügel verliess; überliefert sind auch Botanstein, Bottinstein und Bottensteyn. Bottenwil führt noch heute einen Teil des Wappens der Herren in seinem Gemeindewappen. Die Anlage ist frei zugänglich und seit dem 5. Mai 1950 als Kulturgut von regionaler Bedeutung der Klasse B geschützt.
Die Ruine liegt rund 800 Meter südwestlich des Ortskerns von Bottenwil am äussersten östlichen Zipfel des Zofinger Gebiets und ist jederzeit frei zugänglich. Die Kantonsgrenze zwischen Aargau und Luzern verläuft mitten durch das Burgareal, sodass man zu Fuss von einem Kanton in den anderen wechselt. Die Mauern des Wohnbaus sind noch knapp einen Meter hoch erhalten.
Die Funde der Grabungen von 1949/1950 unter dem Kantonsarchäologen Reinhold Bosch – Keramikscherben, Armbrustbolzen und gotische Ofenkacheln mit Löwendekor – stammen alle aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Seit dem 5. Mai 1950 steht die Anlage als Kulturgut unter Schutz.
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