Deng-Deng-Nationalpark, Nationalpark in Kamerun
Deng Deng National Park ist ein großes Waldschutzgebiet im Osten Kameruns mit dichtem tropischen Regenwald, flachem Gelände und runden Hügeln. Der Park erstreckt sich über etwa 523 Quadratkilometer und beherbergt über 40 große Säugetierarten, darunter mehr als 300 westliche Flachland-Gorillas und 600 Schimpansen, sowie seltene Arten wie Flusspferde, Sumpfotter und Riesenameisenfresser.
Der Deng-Deng-Wald wurde 1971 unter Schutz gestellt und später 2010 als Nationalpark etabliert, um die bedrohte Tierwelt zu bewahren. Seit 2009 arbeitet WCS Cameroon mit dem Ministerium für Forstwirtschaft und Wildnis sowie französischer technischer Unterstützung zusammen, um den Wald vor Jagd und illegaler Holznutzung zu schützen.
Der Park wird von mehreren ethnischen Gruppen geprägt, darunter die Badjoué, Boulou, Fang und Nzimé sowie halbnomadische Kakas und Baka-Pygmäen, deren Kulturen traditionell eng mit dem Wald verbunden sind. Die lokalen Gemeinschaften nutzen den Wald seit Generationen für Jagd, Fischerei und Pflanzensammlung, was ihre tägliche Lebensweise bis heute prägt.
Besucher sollten sich auf dichte und feuchte Bedingungen vorbereiten, da der Waldboden weich und schlammig ist und lange, langsame Wanderungen erfordert. Das Gebiet ist schwer zugänglich und Übernachtungen erfolgen in einfachen Zelten ohne Strom oder fließendes Wasser, daher ist körperliche Fitness und Vorbereitung auf grundlegende Bedingungen notwendig.
Der Park beherbergt die nördlichste bekannte Population westlicher Flachland-Gorillas der Welt, die bei Inzucht ernsthaft gefährdet wären, wenn sie von südlichen Populationen isoliert würden. Dieser einzigartige Bestand unterstreicht die kritische Bedeutung, Waldkorridore zu anderen Schutzgebieten intakt zu halten, um das Überleben dieser bemerkenswerten Primaten zu sichern.
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