Wudang Shan, Taoistische Gebirgskette in Shiyan, China
Die Wudang-Berge bestehen aus 72 Gipfeln, die sich über 312 Quadratkilometer im nordwestlichen Teil der Provinz Hubei erstrecken und eine Höhe von 1612 Metern erreichen. Entlang der Hänge und auf den Kuppen verteilen sich zahlreiche Tempelanlagen und Klöster, die durch Steinwege miteinander verbunden sind.
Kaiser Zhu Di beauftragte während der Ming-Dynastie den Bau von 53 Strukturen, darunter neun Paläste, acht Tempel und 36 religiöse Gebäude. Die Arbeiten dauerten etwa zwölf Jahre und verwandelten die Gegend in ein bedeutendes spirituelles Zentrum.
Der Gebirgszug dient als bedeutendes Zentrum für taoistische Praxis, in dem noch heute Mönche leben und Kampfkunsttechniken an Schüler weitergeben. In den Tempelhöfen kann man oft früh am Morgen Menschen beim Tai-Chi-Training beobachten, die Bewegungen durchführen, die hier entwickelt wurden.
Das Gebiet erreicht man über den Flughafen Shiyan Wudangshan oder mit Zugverbindungen von Wuhan aus, wobei die beste Reisezeit zwischen März und November liegt. Die Wege zwischen den Tempeln können steil sein, daher sollte man bequeme Schuhe tragen und Zeit für Pausen einplanen.
Die Goldene Halle auf dem Tianzhu-Gipfel ist die größte Kupferkonstruktion Chinas und beherbergt eine fünf Meter hohe Statue des Himmlischen Oberen Kaisers. Die gesamte Struktur wurde ohne Nägel oder Holz gefertigt und nur durch Kupferfügungen zusammengehalten.
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