Altai, Gebirgskette in Zentral- und Ostasien
Die Altai-Berge sind ein Gebirgssystem aus metamorphem Gestein, das sich über 2.525 Kilometer durch Russland, China, die Mongolei und Kasachstan erstreckt und Gipfel bis zu 4.506 Meter Höhe erreicht. Gletscher bedecken höhere Lagen, während in den Tälern Wiesen und Wälder mit Lärchen, Zedern und Birken wachsen.
Archäologische Funde in der Denisova-Höhle zeigten Spuren von Denisova-Menschen, Neandertalern und frühen modernen Menschen, die vor Zehntausenden von Jahren hier lebten. Später führten Handelsrouten durch diese Berge und verbanden das Innere Asiens mit Sibirien.
Der Name stammt aus Turksprachen und bedeutet Gold, ein Hinweis auf die frühe Bedeutung dieser Berge für Handel und Wanderungen nomadischer Völker. Heute leben Kasachen und Altaier entlang der Täler und pflegen Traditionen wie Filzherstellung, Pferderennen und den Bau runder Jurten für den Sommer.
Wer diese Berge besucht, sollte warme Kleidung mitbringen, da das Wetter selbst im Sommer kühl und wechselhaft sein kann, besonders in höheren Lagen. Viele Wege sind unbefestigt und erfordern Erfahrung im Wandern oder Reiten, zudem gibt es kaum Infrastruktur fernab der wenigen Siedlungen.
Felszeichnungen, die über 4.000 Jahre alt sind, zeigen Figuren auf breiten Brettern und könnten die ältesten Hinweise auf Skifahren sein, das sich hier als Fortbewegung im Winter entwickelt haben könnte. Außerdem gibt es mehr als 7.000 Seen, die aus Gletscherwasser gespeist werden und oft türkisblau schimmern.
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