Yiwu, Handelsmetropole in der Provinz Zhejiang, China
Yiwu ist eine Stadt auf Bezirksebene in der Provinz Zhejiang in Ostchina, die als globales Handelszentrum für Kleinwaren funktioniert. Die Märkte verteilen sich über mehrere mehrstöckige Komplexe, in denen Tausende von Ständen alles von Schmuck bis Spielzeug ausstellen.
Händler tauschten hier jahrhundertelang Hühnerfedern gegen Nadeln, bevor wirtschaftliche Reformen nach 1978 die Stadt in ein internationales Handelszentrum verwandelten. Der Bau permanenter Markthallen in den 1980er Jahren zog Käufer aus der ganzen Welt an.
Der Name stammt aus klassischen chinesischen Texten und bezieht sich auf Pflicht und Gerechtigkeit, Werte die seit Jahrhunderten die lokale Handelsethik prägen. Viele Händler treffen sich jeden Morgen in Teehäusern, um Geschäfte zu besprechen und Verbindungen zu pflegen.
Früh am Morgen anzukommen hilft, die Menschenmassen zu vermeiden und Verkäufer zu treffen, die entspannter verhandeln können. Die meisten Händler sprechen Grundkenntnisse in Englisch oder arbeiten mit Übersetzern, um ausländische Käufer zu bedienen.
Mehr als 14.000 ausländische Händler aus über 100 Ländern leben dauerhaft hier und verhandeln täglich in den Markthallen. Die Stadt betreibt sogar ein eigenes internationales Postamt, das Milliarden von Paketen jedes Jahr in die ganze Welt verschickt.
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