Golf von Bohai, Randmeer in Nordchina
Das Bohai-Meer ist ein Randmeer im Norden Chinas, das zwischen der Liaodong-Halbinsel und der Shandong-Halbinsel liegt und sich über eine Wasserfläche von mehr als 77.000 Quadratkilometern erstreckt. Die Bohai-Straße verbindet dieses Gewässer mit dem Gelben Meer und bildet so einen natürlichen Durchgang für Schiffsverkehr und Meeresströmungen.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein trugen Karten die Bezeichnung Golf von Zhili, benannt nach den historischen Provinzen, die Beijing und das heutige Hebei umfassten. Der heutige Name setzt sich erst später durch und verweist auf die Region an der nordöstlichen Küste des Landes.
Wenn Besucher entlang der Küste reisen, sehen sie Fischerboote, die noch heute mit Netzen und Körben arbeiten, wie es Generationen zuvor getan haben. In den kleinen Häfen liegen die Kähne dicht an dicht, während Händler frischen Fang sortieren und auf den Markt bringen.
Reisende können die Küste an mehreren Abschnitten besuchen und dabei die Häfen und Fischerdörfer entdecken, die sich über die Uferregion verteilen. Wer ein Boot nimmt oder eine geführte Tour bucht, erlebt die Weite des Gewässers und beobachtet den Alltag der Menschen, die vom Meer leben.
Unter dem Meeresboden liegen Ölfelder, die seit den 1960er Jahren erschlossen werden und zu den wichtigsten Fördergebieten des Landes zählen. Das Shengli-Feld produziert bis heute Rohöl und prägt die wirtschaftliche Bedeutung dieser Gewässer.
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