Kunlun, Gebirgskette im westlichen China
Das Kunlun-Gebirge bildet eine lange Bergkette von mehr als 3000 Kilometern, die sich durch Westchina zieht und den nördlichen Rand des tibetischen Hochlandes formt. Die Kette verläuft südlich des Tarimbeckens und erstreckt sich über mehrere Provinzen, wobei sie als natürliche Grenze zwischen verschiedenen geografischen Regionen dient.
Während der Han-Dynastie schickte Kaiser Wu Expeditionen aus, um die Quelle des Gelben Flusses zu finden, was zur offiziellen Benennung dieser Berge führte. Die Erkundung der Region half den chinesischen Herrschern, die Geografie ihres Reiches besser zu verstehen und Handelsrouten zu entwickeln.
In der chinesischen Mythologie stellt das Kunlun-Gebirge ein taoistisches Paradies und den Wohnsitz der Unsterblichen unter der Herrschaft der Königinmutter des Westens dar.
Zwei große Fernstraßen durchqueren die Bergkette: die Straße 219 von Yecheng nach Lhatse und die Straße 109, die Lhasa mit Golmud verbindet. Beide Routen führen durch sehr hohe Pässe mit dünner Luft, daher ist eine angemessene Akklimatisierung und Vorbereitung auf das Klima wichtig.
Die Bergkette enthält mehr als 70 Vulkankegel, die die Kunlun-Vulkangruppe bilden, wobei einige Gipfel Höhen von über 7000 Metern erreichen. Der höchste Punkt ist der Liushi Shan mit 7167 Metern, der zu den höchsten Bergen Chinas zählt.
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