Große Brücke von Tianjin, Eisenbahnbrücke zwischen Tianjin und Hebei, China
Die Tianjin Grand Bridge ist ein Eisenbahnviadukt im Norden Chinas, das sich über eine Länge von mehr als 110 Kilometer erstreckt und aus Stahlbeton und Trägerkonstruktionen besteht. Das Bauwerk führt über flaches Gelände und verbindet durch seine durchgehende Linienführung mehrere Provinzen entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Shanghai.
Der Bau begann im Jahr 2008 als Teil des nationalen Hochgeschwindigkeitsnetzes und wurde innerhalb von drei Jahren abgeschlossen. Die Eröffnung im Jahr 2011 markierte einen Wendepunkt im chinesischen Eisenbahnausbau und ermöglichte deutlich kürzere Reisezeiten zwischen den Wirtschaftszentren im Osten des Landes.
Der Name verweist auf die Metropole Tianjin, die als eine der wichtigsten Städte im Norden Chinas gilt und eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region verbunden ist. Reisende erleben hier die Dynamik des modernen Schienenverkehrs, der täglich Tausende Passagiere zwischen den Ballungszentren befördert und das Tempo des chinesischen Alltags widerspiegelt.
Das Bauwerk ist ausschließlich für den Zugverkehr vorgesehen und für Fußgänger nicht zugänglich, sodass man es nur aus vorbeifahrenden Zügen betrachten kann. Wer die Strecke zwischen Peking und Shanghai befährt, passiert diese Abschnitte meist ohne anzuhalten und erlebt die Landschaft durch die Fenster des Hochgeschwindigkeitszugs.
Die Länge macht dieses Bauwerk zu einem der ausgedehntesten Eisenbahnviadukte weltweit und übertrifft viele andere Großprojekte in der Geschichte des Brückenbaus. Trotz ihrer Dimension wird die Fahrt oft kaum bewusst wahrgenommen, da die Züge die gesamte Strecke in wenigen Minuten durchfahren und die Landschaft gleichförmig wirkt.
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