Paracel-Inseln, Inselgruppe im Südchinesischen Meer
Die Paracel Islands sind eine Inselgruppe in der südchinesischen See zwischen Vietnam und der Insel Hainan, bestehend aus 130 kleinen Koralleninseln und Riffen über eine Fläche von 15.000 Quadratkilometern verteilt. Die meisten Formationen liegen knapp über dem Meeresspiegel, mit flachen Lagunen und schmalen Sandstreifen, die bei Flut teilweise überspült werden.
Französische Kolonialverwaltungen errichteten 1932 Wetterstationen auf mehreren Inseln, was später zu konkurrierenden territorialen Ansprüchen mehrerer Staaten führte. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen verschiedene Regierungen die Kontrolle über einzelne Teile der Inselgruppe, was bis heute andauert.
Die Inselgruppe trägt in verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen, die jeweils die lokale Perspektive widerspiegeln und bis heute verwendet werden. Fischer aus mehreren Nationen haben über Jahrhunderte hinweg diese Gewässer befahren und ihre eigenen Bezeichnungen für einzelne Riffe und Ankerplätze entwickelt.
Die Inseln verfügen über keine dauerhaften Süßwasserquellen, weshalb Entsalzungsanlagen zur Versorgung des stationierten Personals erforderlich sind. Der Zugang ist stark eingeschränkt und erfordert spezielle Genehmigungen, da die Gebiete militärisch kontrolliert werden.
In den Gewässern des Archipels liegt Dragon Hole, eine der tiefsten bekannten marinen Dolinen der Welt mit einer Tiefe von etwa 300 Metern. Taucher und Forscher haben in der Höhle Ablagerungen entdeckt, die Hinweise auf vergangene Meeresspiegel geben.
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