Qingxu Guan, Taoistischer Tempel in Pingyao, China.
Qingxu Guan ist ein taoistischer Komplex an der Oststraße 109 in Pingyao, 100 Meter innerhalb des Xiagong-Tors der Stadtmauer. Er ist nach Norden ausgerichtet, umfasst 5.890,9 Quadratmeter und drei Höfe. Auf der Achse folgen ein hölzerner Paifang, das Bergtor, die Longhu-Halle aus der Yuan-Zeit, der Chunyang-Palast, die Sanqing-Halle von 1600 und der Yuhuang-Pavillon; hier ist das Museum des Kreises Pingyao untergebracht.
Gegründet 657 unter dem Tang-Kaiser Xianqing als Taiping Guan, wurde der Tempel 1064 von Kaiser Yingzong der Nördlichen Song in Qingxu Guan umbenannt. Im frühen Yuan hieß er Taiping Xingguo Guan und war Sitz der Quanzhen-Patriarchen Yin Zhiping und Li Zhichang; 1252 ließ Khan Möngke ihn in Taiping Chongsheng Gong umbenennen. Unter den Qing erhielt er seinen heutigen Namen zurück und wurde am 25. Mai 2006 als nationales Denkmal eingetragen.
Der Tempel beherbergt heute das Museum des Kreises Pingyao, und es wohnen keine daoistischen Priester mehr dort. Sein Name wechselte mit den Dynastien: Taiping Guan unter den Tang, Qingxu Guan durch Kaiser Yingzong im Jahr 1064, Taiping Xingguo Guan zu Beginn der Yuan, dann Taiping Chongsheng Gong auf Befehl Möngke Khans 1252, bevor unter den Qing wieder Qingxu Guan galt. Zum Frühlingsfest werden die Opernfiguren aus Gaze im Marktturm ausgestellt.
Der Tempel befindet sich innerhalb der historischen Altstadt von Pingyao und ist am besten zu Fuß zu erkunden. Die Wege zwischen den Hallen sind gepflastert, und Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, um alle Bereiche angemessen zu sehen.
Der Tempel bewahrt 28 Theaterfiguren aus Gaze und Papier (shage xiren), 1906 von Xu Liting aus der Werkstatt Liuhezhai gefertigt; jeder 77 auf 83 cm große Schaukasten stellt eine Opernszene wie „Hongmen Yan“ oder „Jieda Chao“ dar. Zu Neujahrsfesten werden sie im Marktturm gezeigt.
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