Verbindungsstraße zwischen Tuen Mun und Chek Lap Kok, Brücken-Tunnel-System in Hongkong.
Die Tuen Mun–Chek Lap Kok Verbindung ist ein Brücken- und Tunnelsystem auf Lantau Island und in den New Territories von Hongkong, das den Nordwesten mit dem internationalen Flughafen verbindet. Der Unterwassertunnel verläuft entlang der Küste, während die Viaduktabschnitte die Topografie der Hügel und Buchten überqueren.
Der südliche Abschnitt der Verbindung wurde im Oktober 2018 zusammen mit der Hong Kong-Zhuhai-Macau-Brücke eröffnet. Der nördliche Teil wurde im Dezember 2020 freigegeben und vervollständigte damit die gesamte Strecke durch die Region.
Der Tunnel ist nach den beiden Orten benannt, die er verbindet, Tuen Mun und Chek Lap Kok; seine chinesische Kurzform, Tuen-Chik-Verbindungsstraße, benutzen Autofahrer täglich. Der Nordabschnitt heißt offiziell Tuen Mun–Chek Lap Kok-Tunnelstraße. Seit 2020 ist die Strecke mautfrei, und Flughafenbusse aus Tuen Mun, Tin Shui Wai, Yuen Long und Sheung Shui wurden über sie umgeleitet, wodurch manche Fahrpreise fast halbiert wurden.
Die Strecke verkürzt die Fahrzeit vom Süden Tuen Muns zum Hongkonger Flughafen von rund 30 Minuten auf etwa 10 Minuten. Verkehrsteilnehmer finden entlang der Route Hinweisschilder, die den Weg zu den verschiedenen Ausfahrten und Anschlüssen weisen.
Der Tunnel wurde von einer Maschine namens Qin Liangyu gebohrt, benannt nach einer Ming-Generalin, mit 17,6 Metern Durchmesser, etwa die Höhe eines sechsstöckigen Hauses. Sie war damals die größte Tunnelbohrmaschine der Welt. Der Vortrieb statt der Absenkmethode vermied das Verklappen von 1.100 Millionen Kubikmetern Schlamm, und in der Tunneltiefe verläuft ein gemeinsamer Versorgungskanal, der erste in Hongkong seit der HKUST 1991.
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