Tongzhou Randeng Pagoda, Historische Pagode im Bezirk Tongzhou, China.
Der Tongzhou Randeng Turm ist ein achteckiges Bauwerk mit 13 Ebenen, das sich etwa 50 Meter in die Höhe erhebt und eine lotusförmige Basisfläche besitzt. Die Struktur zeigt aufwendige Steinverzierungen und Buddha-Skulpturen an verschiedenen Stellen ihrer Fassade.
Ein Stein neben der Pagode bezeugt, dass die Nördliche Zhou-Dynastie hier keine Reliquienpagode, sondern eine Erdpyramide zur Bändigung des Wassers errichtete; die Liao bauten auf diesem alten Fundament eine Ziegelpagode für Buddha-Reliquien, die den Kanaltransport schützen sollte. Ein starkes Erdbeben ließ sie 1679 einstürzen, 1696 wurde sie wieder aufgebaut; das Tangshan-Erdbeben von 1976 hinterließ senkrechte Risse, die 1985 ausgebessert wurden. 1982 wurde sie Pekinger Denkmal, 2019 in die nationale Stätte des Kaiserkanals eingegliedert.
Der Turm enthält über 2200 Windglocken und hunderte geschnitzte Buddhafiguren, die zeigen, wie Handwerker hier religiöse Kunstfertigkeit ausdrückten. Besucher können diese Verzierungen aus der Nähe betrachten und verstehen, welche Rolle das Handwerk in diesem Ort spielte.
Die Pagode steht im Park Xihaizi am Westufer des alten Kanals, neben dem Youshengjiao-Tempel. Sie ist ein massiver Bau aus Ziegel und Holz ohne begehbares Inneres; man betrachtet sie vom Park aus. 2020 wurden drei Gebäude des Beijing International Wealth Center abgerissen, um die Sichtachsen freizulegen, sodass der Turm auf unter 1.000 Meter zu sehen ist.
Die 2.248 Bronzeglöckchen der Pagode tragen jeweils die Namen von Stiftern, teils mit kurzen Gedichten, Segenssprüchen oder Regierungsdaten. Zur Zeit des Getreidetransports auf dem Kanal sahen Schiffe bei Shagu den Turm dreimal und nutzten ihn als Wegweiser nach Tongzhou.
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