Beijing Bell tower, Glockenturm der Yuan-Dynastie im Bezirk Dongcheng, China
Der Glockenturm ist ein Gebäude aus der Yuan-Zeit in der Altstadt von Beijing mit einer Höhe von etwa 33 Metern, grauer Steinmauer und grün glasierten Dachziegeln. Das Bauwerk beherbergt im zweiten Stock eine massive Bronzeglocke mit einem Gewicht von etwa 63 Tonnen, die das Herzstück dieser Konstruktion bildet.
Der Turm wurde 1272, im neunten Regierungsjahr Kublai Khans, als Hauptgebäude des Wanning-Tempels errichtet. Unter Kaiser Yongle wurde er 1420 zum Glockenturm umgebaut, doch ein Brand zerstörte ihn bald darauf. Kaiser Qianlong ließ ihn 1747 in seiner heutigen Form wieder aufbauen. Beim Erdbeben von Tangshan 1976 fiel lediglich ein steinerner Tierkopf vom Dach.
Bis 1924 läutete die Bronzeglocke täglich um 19 Uhr, ihr Klang war bis zu 20 km weit zu hören. Eine Legende erzählt von Schmied Deng, dessen Tochter sich in die flüssige Bronze stürzte, damit der Guss gelang; der Kaiser nannte sie Göttin des Goldenen Ofens, im Volk heißt sie die Göttin, die die Glocke goss.
Der Turm ist seit den 1980er Jahren für Touristen geöffnet. Im Inneren führt eine Steintreppe zum zweiten Stock und zur Terrasse, die vier von steinernen Fenstern gerahmte Eingänge hat. Die Glocke wird nicht mehr täglich geläutet; ihr letzter regelmäßiger Schlag um 19 Uhr endete 1924.
Die Bronzeglocke ersetzte eine frühere Eisenglocke, die wegen ihres zu leisen Klangs hinter den Trommelturm versetzt wurde. Sie wurde in der Yongle-Herrschaft gegossen und trägt eine Inschrift, die den glücklichen Tag, Monat und Jahr ihrer Herstellung nennt; zwei seitlich aufgehängte Holzbalken von 2 Metern Länge dienten zum Anschlagen.
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