Hooge, Küstengemeinde in Nordfriesland, Deutschland.
Hooge ist eine Hallig im nordfriesischen Wattenmeer, die aus neun künstlich aufgeschütteten Warften besteht und insgesamt knapp sechs Quadratkilometer umfasst. Die Häuser und Höfe thronen auf diesen Erdhügeln, die bei Sturmfluten als einzige Punkte über dem Wasserspiegel herausragen.
Die Hallig entstand nach mehreren schweren Sturmfluten im Mittelalter, die das frühere Festland zerstückelten und verschwinden ließen. Im Jahr 1860 versank die benachbarte Hainshallig endgültig im Meer und erweiterte so das Wattgebiet rund um die verbliebene Siedlung.
Die Bewohner leben auf neun Warften verteilt und teilen sich Infrastruktur wie Schule und Kirche, die auf den höchsten Hügeln stehen. Der nordfriesische Dialekt ist noch hörbar, wenn Nachbarn sich über die schmalen Wege zwischen den Warften zurufen oder im kleinen Laden zusammenkommen.
Eine Fähre vom Hafen Schlüttsiel bringt Besucher zur Hallig, während Autos auf dem Festland zurückbleiben müssen. Alle Wege sind unbefestigt und führen über flache Wiesen, sodass festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung ratsam sind.
Zur Gemeinde gehört auch das unbewohnte Norderoog, das nur von einem Vogelwart während der Brutsaison besucht wird. Der Müllabfuhrtag fällt immer auf Donnerstag, wenn die Fähre eigens für diese Aufgabe anlegt und die gesammelten Abfälle zum Festland bringt.
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