Friedrichstadt, Niederländisch inspirierte Gemeinde in Nordfriesland, Deutschland.
Friedrichstadt ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein, angelegt nach dem Vorbild holländischer Grachten. Die Kanäle schneiden sich rechtwinklig und werden von Häusern mit Treppengiebeln gesäumt, die typisch für die niederländische Architektur sind.
Herzog Friedrich III. von Holstein-Gottorp gründete den Ort im Jahr 1621 und lud niederländische Siedler ein, die das Marschland entwässern und urbar machen sollten. Die Siedler erhielten Glaubensfreiheit, was zahlreiche religiöse Minderheiten aus den Niederlanden anzog und zur Entstehung mehrerer Gotteshäuser führte.
Der Name leitet sich von Herzog Friedrich III. ab, der Glaubensfreiheit zusicherte und damit Remonstranten, Mennoniten und andere Gruppen anzog. Entlang der Kanäle stehen Wohnhäuser mit Treppengiebeln, die an niederländische Bautraditionen erinnern und heute das Ortsbild prägen.
Bootsfahrten durch die Kanäle werden zwischen April und Oktober angeboten und bieten eine bequeme Möglichkeit, das Ortsbild vom Wasser aus zu sehen. Das Tourismusbüro am Marktplatz organisiert geführte Rundgänge, bei denen die Architektur und die Geschichte der Siedlung erläutert werden.
Die Gemeinde gehört zu den wenigen Orten in Deutschland, in denen remonstrante und mennonitische Kirchen erhalten geblieben sind und heute noch genutzt werden. Diese Vielfalt an Glaubensgemeinschaften auf engem Raum entstand durch die weitreichende Toleranzpolitik des Gründungsherzogs.
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