Eisenhüttenstadt, Planstadt in Brandenburg, Deutschland
Eisenhüttenstadt ist eine geplante Industriestadt im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze. Breite Boulevards verbinden Wohnblöcke mit öffentlichen Plätzen und Verwaltungsgebäuden, die in einem gleichmäßigen Raster angeordnet sind.
Die Stadt entstand 1950 neben einem Stahlwerk als sozialistische Modellstadt und hieß zunächst Stalinstadt. Nach der Entstalinisierung wurde sie 1961 in Eisenhüttenstadt umbenannt und entwickelte sich zu einem wichtigen Industriezentrum der DDR.
Die Straßen tragen Namen von Arbeiterbewegungen und sozialistischen Persönlichkeiten, eine Erinnerung an die Gründungsideale dieser Arbeiterstadt. Die Grünflächen zwischen den Wohnblöcken folgen einem strengen geometrischen Muster, das die rationale Planung dieser Epoche widerspiegelt.
Ein Spaziergang entlang der Hauptachse zeigt die typischen Merkmale sozialistischer Stadtplanung mit symmetrischen Wohnblöcken und breiten Gehwegen. Die Stadt liegt an der Bundesstraße 112, die eine direkte Verbindung nach Frankfurt (Oder) und zur polnischen Grenze bietet.
Das Stahlwerk produziert weiterhin Eisen und Stahl, obwohl die Belegschaft von einst 12.000 Beschäftigten auf etwa 2.500 gesunken ist. Die ursprünglichen Wohnblöcke wurden nach der Wiedervereinigung farbig gestrichen, um die graue Monotonie der sozialistischen Ära aufzulockern.
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