Institut für Sexualwissenschaft, Forschungsinstitut im Tiergarten, Berlin, Deutschland
Das Institut für Sexualwissenschaft war eine Forschungseinrichtung in Berlin, die Untersuchungsräume, Beratungsbereiche und eine umfangreiche Fachbibliothek unter einem Dach vereinte. Das Gebäude im Tiergarten diente gleichzeitig als Klinik, Archiv und Treffpunkt für Fachleute aus Medizin und Psychologie.
Magnus Hirschfeld gründete die Einrichtung 1919 als erste akademische Stelle, die sich systematisch mit menschlicher Sexualität und geschlechtlicher Vielfalt beschäftigte. Die Nationalsozialisten stürmten das Gebäude 1933, plünderten die Sammlung und beendeten damit die Arbeit des Instituts.
Die Einrichtung führte den Begriff „Transvestit
Die Stätte existiert heute nicht mehr als physische Einrichtung, doch Besuchende können sich in der Nähe des ehemaligen Standorts orientieren und dabei mehr über diese Pionierarbeit erfahren. Informationstafeln in der Umgebung helfen, sich ein Bild von der damaligen Bedeutung des Ortes zu machen.
Die Sammlung enthielt Fotografien und persönliche Zeugnisse von Menschen, die ihre geschlechtliche Identität offen dokumentierten – eine außergewöhnliche Seltenheit für diese Zeit. Auch Hirschfeld selbst lebte zeitweise in Räumen des Instituts und verband so Forschung mit persönlichem Engagement.
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