St.-Jakobuskirche, Gotische Kirche in Miltenberg, Deutschland
St. Jakobus ist eine dreischiffige Emporenpseudobasilika mit Dreiseitapsis, Schieferwalmdach und verputztem Mauerwerk mit sparsamen Werksteingliederungen. Im Kern gotisch, zeigt sie sich heute klassizistisch: Die Chorflankentürme mit welschen Hauben und Laternen entstanden 1829–31, das Langhaus wurde 1830 und 1886 umgebaut, der Chor 1862.
Die Kirche entstand als gotisches Bauwerk und prägt seit Jahrhunderten das Bild der Miltenberger Altstadt. Sie wurde später unter Denkmalschutz gestellt und trägt die offizielle Kennnummer D-4-61-000-623 als geschütztes Baudenkmal Bayerns.
Die Pfarrei ist nach dem Apostel Jakobus dem Älteren benannt, und ihre sechs Glocken bilden nach denen des Würzburger Doms das mächtigste Geläut der Diözese. Am 22. Juli 2006 ließ Pfarrer Ulrich Boom sie 20 Minuten lang läuten, um eine Demonstration einer NPD-Jugendorganisation zu übertönen. Die Orgel bewahrt ihr Gehäuse von 1699 und besitzt Effektregister, darunter einen Posaunenengel, der beim Drehen ein Schiffshorn erklingen lässt, den sogenannten Bieber-Boom.
Die Kirche liegt zentral in Miltenbergs Altstadt und ist leicht zu Fuß vom Hauptplatz aus erreichbar. Besucher können das Gebäude von außen betrachten oder sich während der Öffnungszeiten das Innere anschauen.
Die Orgel bewahrt ihr Gehäuse von 1699 aus der Werkstatt Schleich; das heutige Werk mit 32 Registern (2.004 Pfeifen) baute 2004 Vleugels aus Hardheim unter Wiederverwendung von 13 Registern der Bittner-Orgel von 1935. Zu den Effektregistern zählen Nachtigall, Cymbelstern und der „Bieber-Boom“, ein sich drehender Engel, der ein Schiffshorn erklingen lässt.
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