Schloss Clemenswerth, Barockes Jagdschloss in Sögel, Deutschland.
Clemenswerth ist ein Jagdschloss mit einem zentralen Pavillon, von dem acht kleinere Gebäude in Sternform angeordnet sind. Die Anlage wird durch gerade Wege und angelegte Gärten verbunden, die das barocke Gestaltungsprinzip widerspiegeln.
Clemens August von Bayern, Fürstbischof von Münster, gab das Jagdschloss 1737 in Auftrag; Johann Conrad Schlaun entwarf es, die Bauzeit dauerte bis 1747. Die Anlage lag am Nordrand des Hochstifts bei Sögel. Die Baustoffe kamen von weit her: Sandstein vom Baumberg und vom Huckberg, Dachsteine aus dem Weserbergland über Emden, Glas aus Frankfurt am Main und italienischer Marmor aus Groningen. Der Kapellenpavillon wurde für die Kapuziner eingerichtet, die Clemens August 1741 nach Clemenswerth berief.
Das Museum zeigt Sammlungen von Jagdgeräten und Porzellan aus dem 18. Jahrhundert, die den Lebensstil des damaligen Adels widerspiegeln. Man kann sehen, wie wichtig die Jagd für die Herrschenden war und wie sie ihre Freizeit mit Gästen verbrachten.
Die Anlage ist am besten durch Führungen zugänglich, bei denen man den zentralen Pavillon und die Nebengebäude erkunden kann. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da man die gesamte Fläche zu Fuß durchqueren wird.
Der sternförmige Grundriss deutet möglicherweise auf eine achtstrahlige Sonne hin, ein Bezug auf Clemens Augusts Titel Electeur soleil. Die Fenster des Hauptpavillons liegen auf den Achsen der acht Sichtschneisen, und Chronogramme in den Fensterbekrönungen nennen das Baujahr 1737.
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