Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin, Wissenschaftlicher Garten und Forschungszentrum in Lichterfelde, Deutschland
Der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin sind ein wissenschaftlicher Garten und ein Forschungszentrum in Lichterfelde, Deutschland, mit 22.000 Pflanzenarten auf einem Gelände von 43 Hektar. Die Anlagen gliedern sich in geografische Zonen, einen systematischen Botanik-Bereich und vierzehn Schauhäuser, die verschiedene Klimabedingungen nachbilden.
Die Einrichtung entstand 1573 am Berliner Stadtschloss als königlicher Garten und zog 1897 an den heutigen Standort in Dahlem, wo Adolf Engler die Neugestaltung leitete. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Anlage schwere Schäden, wurde jedoch in den folgenden Jahrzehnten nach und nach wiederhergestellt.
Der Name ehrt Carl Ludwig Willdenow, einen Berliner Botaniker des 18. Jahrhunderts, dessen Sammlung den Grundstock des heutigen Herbariums bildet. Studierende und Forschende nutzen die Bibliothek und die wissenschaftlichen Sammlungen regelmäßig für botanische Arbeiten.
Besuchende zahlen 6 Euro Eintritt für Erwachsene und können auf barrierefreien Wegen durch die Außenbereiche und viele Gewächshäuser gehen. Wer botanische Forschung oder das Herbarium einsehen möchte, sollte sich vorab beim Museum informieren, da diese Bereiche nicht immer für das allgemeine Publikum zugänglich sind.
Die Haupthalle erreicht eine Höhe von 25 Metern (82 Fuß) und nutzt eine Glaskonstruktion, um tropische Pflanzen wie riesige Bambusse unter möglichst natürlichen Lichtbedingungen zu halten. In einem der Gewächshäuser wächst eine Titanwurz, die nur alle paar Jahre blüht und dann einen intensiven Geruch nach verwesendem Fleisch verströmt.
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