Wasserkuppe, Berggipfel in Gersfeld, Deutschland
Die Wasserkuppe erhebt sich auf 950 Meter Höhe und bildet mit ihrer markanten Basaltformation und Plateaustruktur den höchsten Gipfel des Rhöngebirges. Der Berg trägt eine sanfte Wölbung ohne scharfe Felskanten und zeigt ganzjährig offene Graslandschaften.
Studenten der Technischen Hochschule Darmstadt begannen 1911 mit Gleitflügen vom Wasserkuppe und leiteten damit systematische Entwicklungen der Segelflugtechnik in der Zwischenkriegszeit ein. Der Berg wurde zum Geburtsort des deutschen Segelflugsports.
Der Deutsche Segelflugmuseum, eingerichtet 1970, zeigt Entwicklungsstufen der Segelflugtechnik und empfing während seines hundertjährigen Jubiläums den Astronauten Neil Armstrong als besonderen Besucher. Das Museum bewahrt zahlreiche historische Fluggeräte und dokumentiert die Anfänge des motorlosen Fluges.
Der Berg verfügt über ein aktives Fluggelände nahe dem Gipfel, mehrere Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und die Märchenwiesenhütte, die Besuchern Erfrischungen bietet. Die Wege sind im Sommer gut begehbar und im Winter häufig für Skifahrer präpariert.
Der Wasserkuppe dient als Quellpunkt für die Flüsse Fulda und Lütter, die zur Bildung des größeren Weserflusssystems in Deutschland beitragen. Beide Wasserläufe entspringen in unmittelbarer Nähe des Gipfelplateaus.
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