Zeisigwald, Wald und Erholungsgebiet in Hilbersdorf und Euba, Deutschland
Der Zeisigwald ist ein großflächiges Waldgebiet in Hilbersdorf und Euba, das sich über etwa 600 Hektar ausbreitet und damit die größte zusammenhängende Waldfläche im Chemnitzer Stadtgebiet darstellt. Der höchste Punkt des Gebiets liegt am Beutenberg auf etwa 421 Metern Höhe.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1331, als das Gebiet als 'des Keisers Forste' bezeichnet wurde und dem Benediktinerkloster Chemnitz gehörte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Waldfläche mehrmals den Besitzer, was sich auch in verschiedenen Namensvarianten widerspiegelte.
Der Name Zeisigwald ist erstmals 1493 als Zceißigwalt belegt, nach dem hier betriebenen Vogelfang, insbesondere dem Fang von Zeisigen. Der Wald erscheint in den Quellen auch als Rathswald, Communewald, Churfürstlicher Zeisigwald, Königsforst, Staatsforst und Bürgerwald – Namen, die den wechselnden Eigentumsverhältnissen folgten.
Der Wald liegt zwischen Gablenz, Sonnenberg, Yorckgebiet und Hilbersdorf; der 420,9 Meter hohe Beutenberg befindet sich auf der Wasserscheide zwischen Chemnitz und Zschopau. Die Wege folgen den Flügeln und Schneisen der Vermessung durch Menges 1847/48. Die niedrigeren Randbereiche des Beutenbergs sind teilweise stauvernässt, kleine Bachläufe durchziehen den Wald.
Seit dem 15. Jahrhundert wurde Porphyrtuff aus Steinbrüchen im Zeisigwald abgebaut und für zahlreiche Bauprojekte in Chemnitz und der umliegenden Region verwendet. Diese Gesteinsressource trug wesentlich zur baulichen Entwicklung der Stadt bei.
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