Zollernschloss Balingen, Mittelalterliche Burg in Balingen, Deutschland
Das Zollernschloss ist eine spätmittelalterliche Stadtburg an der Südwestecke der Balinger Stadtbefestigung. Es besteht aus dem quadratischen Wasserturm an der Südostecke, dem Hauptbau mit drei gemauerten Geschossen und aufgesetztem Fachwerkgeschoss unter Krüppelwalmdach sowie dem Reiterhaus. Eine gedeckte Holzbrücke verbindet den Turm mit dem Hauptbau.
Die Grundmauern des Schlosses stammen aus dem 13. Jahrhundert und stehen im Zusammenhang mit der Stadtgründung Balingens 1255; die Obergeschosse wurden 1372 erneuert. 1403 kam das Schloss durch Kauf an Württemberg und wurde Sitz des für Balingen, Ebingen, Tuttlingen und später Rosenfeld zuständigen Obervogts. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war es baufällig; die Giebelseite zur Eyach hin wurde abgerissen und 1681/1682 mit einfachem spitzem Giebel wieder aufgebaut.
Das Schloss beherbergt heute das Museum für Maßstäbe und Gewichte, eine der größten Sammlungen von Messinstrumenten aus verschiedenen Zeitepochen. Besucher können hier die Entwicklung von Waagen und Messmitteln über Jahrhunderte hinweg verfolgen.
Das Schloss ist begehbar und Sie können alte Gefängniszellen im Wasserturm erkunden, um einen Eindruck vom mittelalterlichen Leben zu bekommen. Der Reiterhaus-Bereich funktioniert als Jugendherberge, daher können Teile manchmal eingeschränkt zugänglich sein.
Der Abriss und Wiederaufbau erfolgten 1934, nicht 1935; Untersuchungen beim Abbruch ergaben, dass die Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert stammten und mit der Stadtgründung Balingens 1255 zusammenhingen. Dieselben Untersuchungen von 1934 zeigten, dass die Obergeschosse 1372 erneuert worden waren.
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