Wendland, Naturlandschaft im Landkreis Lüchow-Dannenberg, Deutschland
Das Wendland ist eine Naturlandschaft im Landkreis Lüchow-Dannenberg, die sich über sandiges Gelände mit Kiefernwäldern, Wiesen und dem markanten Drawehn-Höhenzug erstreckt, der während der Saale-Eiszeit entstand. Das Gebiet wird von kleinen Flüssen durchzogen und zeigt eine offene Agrarlandschaft mit verstreuten Waldparzellen.
Der Name Wendland entstand um 1700, als ein Wustrower Pfarrer ihn zur Beschreibung der polabisch-slawischen Bewohner, ihrer Sprache und Bräuche in der Gegend verwendete. Die slawische Bevölkerung siedelte seit dem Mittelalter in der Region und prägte durch ihre Bauweise das Landschaftsbild dauerhaft.
Die Region beherbergt mehr als 100 kreisförmige Rundlingsdörfer, in denen die Häuser einen Ring um einen zentralen Dorfplatz bilden und mittelalterliche deutsch-slawische Siedlungsformen widerspiegeln. Diese Dorfstruktur erleichtert noch heute das Gemeinschaftsleben und hat sich über Jahrhunderte als praktische Bauweise erhalten.
An der Kreuzung von vier deutschen Bundesländern gelegen, bietet die Gegend mehrere Zugangspunkte durch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Wer das Gebiet erkundet, findet ein Netz von Landstraßen, die durch weite offene Felder und kleine Waldflächen führen.
Das Gebiet erhält Deutschlands größte autobahnfreie Zone und weist die höchste Konzentration ländlicher Künstler auf, mit zahlreichen Initiativen im ökologischen Landbau. Besucher begegnen oft kleinen Hofläden, Ateliers und landwirtschaftlichen Projekten entlang der Wege.
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