Mater Dolorosa, Pfarrkirche in Lankwitz, Deutschland.
Mater Dolorosa ist eine römisch-katholische Kirche an der Ecke Kurfürstenstraße und Kiesstraße im Westen Lankwitz' in Berlin. Die Architekten Christoph Hehl und Carl Kühn entwarfen sie als Kreuzbasilika mit Säulenportal und einem Turm zur Kurfürstenstraße. Langhaus und Chor, ursprünglich mit Tonnengewölbe, haben heute Flachdecken, und die von einer Laterne bekrönte Turmhaube wurde nach 1943 durch ein Satteldach ersetzt.
Der Bau der Kirche wurde unter der Leitung des katholischen Priesters Maximilian Beyer durchgeführt und 1912 von Bischof Karl Augustin geweiht. Sie entstand in einer Zeit, als sich die katholische Gemeinde in diesem Berliner Stadtteil rasch entwickelte.
Der Name meint die schmerzensreiche Mutter Maria unter dem Kreuz. Die Gemeinde feiert ihre Kirchweihe am ersten Sonntag im November, zusammen mit der Sankt-Hedwigs-Kathedrale, die am 1. November 1773 geweiht wurde. Sie unterhält einen gemischten Chor, einen Kinderchor, einen Gospelchor und einen Gregorianikchor; die Bronzeglocken von 1963 sind auf die Anfangstöne e, g und a des gregorianischen Te Deum gestimmt.
Die Kirche liegt etwa einen Kilometer südöstlich des Regionalbahnhofs Lichterfelde und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Zugang ist einfach, und Besucher sollten beachten, dass regelmäßige Gottesdienste stattfinden, daher ist es sinnvoll, vorher zu prüfen, wann die Kirche geöffnet ist.
Die Säulen der Kirche bestehen aus poliertem Labradorit, einem Stein mit irisierenden blauen Lichtreflexen. Beim Brand von 1943 beschädigt, wurden sie bewusst matt belassen; nur die zwei Säulen zwischen Altarraum und Chorraum, die zeitweise hinter Trennwänden verborgen waren, zeigen noch die ursprüngliche polierte Oberfläche.
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