Zentrales Aufnahmeheim Röntgental, Aufnahmeheim in Panketal, Deutschland
Das Zentrales Aufnahmeheim Röntgental war ein Aufnahmezentrum in Panketal, das auf einem umzäunten Gelände Verwaltungsgebäude und Unterkünfte zur Bearbeitung von Rückkehrern aus Westdeutschland bereithielt. Die Anlage konnte etwa 117 Menschen aufnehmen und beschäftigte rund 112 Mitarbeiter, darunter Sicherheitspolizisten, die die Aufnahmeverfahren leiteten.
Das Zentrum wurde 1979 vom Ministerium des Innern gegründet, um Rückkehrer und Immigranten aus Westdeutschland zu verarbeiten. Die Einrichtung schloss im Frühjahr 1990 nach dem Ende der Deutschen Teilung.
Die Einrichtung war Teil des DDR-Kontrollsystems, in dem Staatsicherheitsbeamte Rückkehrwillige befragten und bewerteten. Besucher konnten damals beobachten, wie staatliche Verfahren das alltägliche Leben von Menschen prägen und kontrollieren.
Das Gelände ist heute nicht mehr aktiv und kann in der Regel nur von außen besichtigt werden. Informationen über mögliche Führungen oder Zugänglichkeit sollten vorab bei lokalen Behörden erkundigt werden.
Zwischen 1981 und 1985 verarbeitete die Einrichtung etwa 1100 Personen, doch mehr als die Hälfte der Rückkehranträge wurde abgelehnt. Dieses Schicksal wirft Licht auf die restriktive Migrationspolitik der DDR und die Hindernisse, denen sich Rückkehrer gegenübersahen.
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