Zum Heiligen Geist, Wehrkirche in Grafengehaig, Deutschland.
Zum Heiligen Geist in Grafengehaig ist eine dreischiffige Hallenkirche, deren heutiges Mauerwerk von 1448 stammt; das Langhauskernmauerwerk steht auf Resten eines Vorgängerbaus des 13./14. Jahrhunderts. Vier mächtige Rundpfeiler tragen das Gewölbe. Hauptturm und Treppenturmanbau kamen um 1507 hinzu; die weiße Fassade zeigt ein Zifferblatt, Fenstergewände aus rötlichem Stein und zwei schlanke Dachspitzen.
Vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert entstand hier eine erste Kapelle; eine Kirche des 13. Jahrhunderts brannte ab und wurde im 14. Jahrhundert ersetzt. Der heutige Massivbau stammt von 1448, 1507 wurde das Langhaus erneuert und der mächtige Hauptturm ergänzt. Die Wehranlage mit vier Toren entstand wohl 1455 nach den Hussitenunruhen; erhalten ist nur der 1732 erneuerte Südtorzugang am Markt.
Die Kirche ist evangelisch-lutherisch und dient Grafengehaig weiterhin für Gottesdienste. Der einzige erhaltene, 1732 erneuerte Torbogen der Wehranlage von 1455 öffnet sich nach Süden zum Markt; das um 1640 nach dem Dreißigjährigen Krieg als Schulhaus errichtete Mesnerhaus schließt die Mauer im Westen ab.
Die Kirche steht in der Ortsmitte; der einzige erhaltene, 1732 erneuerte Torzugang der Wehranlage von 1455 liegt im Süden zum Markt. Die Wehrmauer zieht sich von Osten über Süden nach Westen und endet am um 1640 errichteten Mesnerhaus, dem früheren Schulhaus. 1835 wurde der Friedhof erweitert.
Der Mauerring um die Kirche entstand vermutlich 1455 als Folge der Hussitenunruhen und diente zugleich als Friedhofsbefestigung. Von den ursprünglich vier nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Toren ist nur der 1732 erneuerte Südtorzugang am Markt erhalten; die Mauer zieht sich von Osten über Süden nach Westen bis zum um 1640 errichteten Mesnerhaus.
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