Auer Dult, Traditioneller Markt am Mariahilfplatz, München, Deutschland
Der Auer Dult ist ein traditioneller Markt in der Au, einem älteren Stadtviertel Münchens, wo Verkäufer über ein großes Gelände verteilt ihre Stände aufbauen. Hier findet man Antiquitäten, Haushaltsgegenstände, Spielzeug, Kleidung und verschiedene Fahrgeschäfte nebeneinander.
Die Jakobidult wurde erstmals 1310 am Anger, dem heutigen Sankt-Jakobs-Platz, abgehalten und fand ab 1791 in der Kaufinger- und Neuhauser Straße statt. 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor dem östlich der Isar gelegenen Vorort Au das Recht, zweimal jährlich eine Dult abzuhalten, woraus der Name Auer Dult entstand. Seit 1905 findet die Dult mit Ausnahme der Jahre 1943–1946 und 2020 dreimal jährlich statt und dauert jeweils neun Tage.
Der Name Dult stammt von einem alten ostoberdeutschen Wort für traditionellen Jahrmarkt. Die Jakobidult um Jakobi am 25. Juli wurde 1310 am Anger, dem heutigen Sankt-Jakobs-Platz, erstmals abgehalten. Den Bereich Kunst und Antiquitäten mit antiquarischen Büchern und Gebrauchsgegenständen Münchner Händler besang Fred Rauch in seinem Lied „Auer Dult (Das Münchner Jahr)“.
Das Fest findet auf der Mariahilfplatz statt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar – Straßenbahnen und U-Bahnen führen direkt hin. Es ist sinnvoll, früh am Tag zu kommen, wenn es weniger voll ist und man besser umhergehen kann.
Die größte Sammlung von Haushaltskeramik und Geschirr Europas findet sich hier, verteilt über mehrere Tage und drei separate Marktveranstaltungen im Jahr. Viele Besucher kommen speziell wegen dieser Auswahl, die man sonst nirgendwo in dieser Größe findet.
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