Museum für Völkerkunde Dresden, Ethnographisches Museum im Japanischen Palais, Dresden, Deutschland.
Das Dresdner Museum für Völkerkunde ist ein ethnografisches Museum, das in einem Barockpalais aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist, das für seinen asiatisch geprägten Baustil bekannt ist. Das Haus beherbergt rund 90.000 Objekte aus aller Welt, darunter Werkzeuge, Kleidung, Skulpturen und religiöse Gegenstände.
Das Museum geht auf eine Kuriositätensammlung zurück, die im 16. Jahrhundert vom sächsischen Kurfürsten angelegt wurde und exotische Objekte aus fernen Ländern umfasste. Diese Sammlung wurde schrittweise erweitert und 1875 offiziell als wissenschaftliches ethnografisches Museum eingerichtet.
Die Sammlung zeigt Alltagsgegenstände aus Indonesien, Indien, Tibet, China, Afrika, Amerika und Ozeanien, die zeigen, wie unterschiedliche Gesellschaften lebten und arbeiteten. Besonders auffällig ist, wie ähnliche Alltagsprobleme in verschiedenen Kulturen auf sehr unterschiedliche Weise gelöst wurden.
Das Museum befindet sich im Stadtzentrum von Dresden und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; das Gebäude ist barrierefrei zugänglich. Es empfiehlt sich, mindestens zwei Stunden einzuplanen, da sowohl die Dauerausstellung als auch die Wechselausstellungen viel Zeit in Anspruch nehmen können.
Zum Bestand des Museums gehören ausführliche Aufzeichnungen von Missionaren, die auf ihren Reisen Sprachen erforschten und Objekte sammelten. Diese handschriftlichen Notizen geben Einblick in die Gedanken und Beobachtungen jener Menschen, die die Artefakte ursprünglich vor Ort erworben haben.
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